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Ausschreibung
zum Ausdrucken als pdf Eine Reise nach Marokko ist eine Reise in meine zweite Heimat, so empfinde ich es jedenfalls. Sie ist geprägt von vielen Begegnungen mit Leuten, die ich in Dörfern und Wüste schon sehr lange kenne. Schwerpunkte sind Marrakesch zu Beginn, dann der Aufenthalt in Berberdörfern und natürlich die Wüste, wo wir am meisten Zeit verbringen werden. Am
Samstag, 25.2.
treffen wir am
Flughafen Marrakesch ein. Die erste Fahrt mit dem Taxi führt uns an den
Stadtmauern vorbei Richtung Altstadt. Für die Wahl des Hotels spricht
die hervorragende Lage in Gehdistanz zum berühmten Platz Djemaa El Fna. Ein
Rundgang wird sich, wer will, noch ausgehen. Der Platz
wird uns sicher rasch in seinen Bann ziehen. Um Gaukler, Märchenerzähler,
Artisten, um Musikanten, Feuerschlucker und Heiler bilden sich größere oder
kleinere Kreise von Interessierten, und es überrascht beinahe, dass wir
Touristen hier deutlich in der Minderzahl sind. Der Djemaa El Fna war und
ist ein Unterhaltungsforum für die einheimische Bevölkerung. Wenn die
Schlangenbeschwörer bei Sonnenuntergang den Platz verlassen, werden täglich
die vielen Garküchen aufgestellt und spät in der Nacht wieder abgebaut -
beides ein Schauspiel für sich. Sie bieten von Suppen bis gekochten Lammkopf
alles mögliche, gutes und preiswertes Essen in riesiger Auswahl. In einer
Ecke finden wir Tische mit heißem Gewürztee, den es nur hier gibt – und in
Indien. Rundum Buden mit hoch aufgehäuften Orangenbergen für frischen
Orangensaft, sie gehören zum typischen Bild. Gleich daneben kann man sich
mit herrlichen Datteln erster Qualität eindecken, mit getrockneten Marillen,
unterschiedlichen Nüssen. Oder man bestellt bei den Heilern ein Amulett, das
dem schmerzenden Knie auf die Sprünge helfen wird, dem Herz oder überhaupt
dem Lebensglück.
Montag. Nach dem Frühstück treffen wir Mahjoub und Hicham, die für die nächsten
Tage unsere Fahrer und Begeiter sein werden. Ich arbeite mit beiden seit
über 10 Jahren und schätze sie sehr, nicht zuletzt deshalb, weil sie so
zuverlässige und gute Fahrer sind ohne jede Geschwindigkeitslust. Beide
sprechen Englisch und Französisch, und so haben wir Menschen mit uns, die uns
gerne von ihrem Land erzählen oder Fragen beantworten. Mahjoubs Bruder
Mouloud wird dann unser Hausherr in der Wüste sein, zuständig für unseren
Aufenthalt und das Kameltrekking dort.
In einem Dorf
im Atlasgebirge machen wir halt. Tajib erwartet uns, er wird uns begleiten.
Zuerst ein Mittagessen auf der Dachterrasse des kleinen Restaurants. Dann
wandern wir ca. eineinhalb Stunden lang weg von der Autostraße in ein
abgelegenes Berberdorf, ein wunderschöner Weg mit Blick in die Bergwelt. Wir
besuchen Omar. Er ist Muliführer, wenn ich in dieser Gegend ein Mulitrekking
mache. Wir trinken Tee bei ihm. Vielleicht gibt es frischgebackenes Brot aus
dem Lehmofen, den man vor jedem Haus findet. Ein traditionelles Essen ist
Brot, serviert auf einem tiefen Teller und mit flüssiger Butter und Honig
übergossen. Dazu werden Walnüsse gereicht, die in jener Gegend gut gedeihen. |