Wandern im Atlasgebirge, mit Kamelen der Küste entlang. |
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FOTOS Diese Planung habe ich für einige Marokko-Begeisterte gemacht, nachdem wir im März 2011 erstmals die neue Straße im Tal von Ait Benahddou nach Telouet hinauf gefahren sind. Eine wunderschöne Gegend, uralte Dörfer, tolle Landschaft. Und kaum ist die Straße da, beginnen auch schon die ersten Bauvorhaben… Rasch also, gehen wir! Kombiniert wird diese Strecke mit einer Küstenwanderung am Meer, mit Hilfe von Kamelen als Tragtiere. Wir kommen in Essaouira an – genau zum Zeitpunkt des Gnaouia-Musikfestivals. Das ist natürlich kein Zufall… Leute mit Zeit können auch bis Montag bleiben und das Abschlussfest miterleben. Am
Samstag, 9.6. landen wir in Marrakesch – wer will, kann schon
früher anreisen (am Donnerstag davor ist Fronleichnam). Allerdings: zu
dieser Jahreszeit kann es untertags in Marrakesch heiß werden. Aber macht
nichts: Mittagsschläfchen machen und dafür morgens und in der Nacht
herumwandern!
Nach Mittag
verlassen wir Marrakesch, freuen uns auf knapp 3 Stunden wunderschöner
Fahrt. Zuerst passieren wir einige Ortschaften in der fruchtbaren
Haouz-Ebene. Allmählich beginnt den Anstieg auf den 2260 m hohen Paß Tizi
n`Tichka. Die Landschaft bietet grandiose Ausblicke in feinabgestimmten
Farbenkompositionen. Wir sehen dunkelgraue, weiße, rote, violette, sogar
grünliche Felsgebiete, Felder, Flusstäler mit Oleander, Erlen, Pappeln sowie
Nadelwälder mit Aleppokiefern. Die Dörfer passen sich ihrer Umgebung an, und
man sieht sie oft erst spät: in einem Gebiet mit ockerfarbener Erde sind sie
ockerfarben, in einem Gebiet mit grauen Felsen sind sie aus grauem Stein
erbaut mit weiß umrandeten Fenstern. Montag – Donnerstag Trekking.
Nach dem
Frühstück besichtigen wir die kasbah von Telouet – das muß sein. Dann geht’s
los. Vier Tage lang wandern wir von Telouet aus nach Ait Benhaddou.
Das Gepäck müssen wir nicht tragen – Mulis besorgen das für uns. Wir
bewegen uns in wirklich spektakulärer Landschaft, wandern auf uralten Wegen
entlang bisher „vergessener“ Dörfer. Aziz hat mir erzählt, dass eine Gruppe
von Leuten, die Marokko sehr gut kennt, ihm gesagt habe, dieses Tal sei für
sie die schönste Gegend in Marokko. Ich glaube es sofort. Freitag – Samstag Taroudannt: Natürlich besichtigen wir die wunderbare Kasbah Ait Benhaddou. Dann geht es vormittags nach Taroudannt, einer Stadt umgeben von prächtigen roten Lehmmauern mit eindrucksvollen Stadttoren. Bis Samstag am frühen Nachmittag genießen wir die Atmosphäre hier, bummeln, shoppen, Tee trinken… Am Nachmittag fahren wir Richtung Essaouira, zu unserem ersten Biwakplatz direkt am Meer. Unsere Begleiter erwarten uns, die Kamele sind bereit, was will man mehr. Samstag abend – Donnerstag. An 5 Tagen geht es die Küste am Meer entlang, einmal oben an der Steilküste, einmal unten im Sand. Es liegen einige Dörfer an unserer Route, es ist eine abwechslungsreiche Strecke – sogar Dünen gibt’s hier! Die Kamele tragen unser Gepäck, zum Reiten sind sie nicht gedacht. Wir übernachten in Zelten – keine Sorge, wer will, hat ein Zelt für sich alleine. Ab Donnerstag nachmittag Essaouira.
Wir kommen in
Essaouira an, der wunderschönen blauweißen Stadt am Meer – sie hat fast was
Griechisches. Das berühmte Gnaouia-Festival in Essaouira dauert von
Donnerstag bis Sonntag nacht – oder wohl eher Montag früh. Wer früher retour
fliegen muß oder will, zB am Freitag oder Samstag: kein Problem: Marrakesch
ist nahe. Per Bus oder Taxi ist der Flughafen leicht erreichbar. Die Gruppengröße ist wie immer beschränkt auf 10 Mitreisende. Und was kostet das?
Die Gesamtkosten bis zum Ende des
Kameltrekkings inclusive allem, auch Essen und Trinken bei einem
Flugpreis von angenommen 500€ betragen rund 2000€, bei niedrigerem Flugpreis
entsprechend weniger. Wer zum Musikfestival bleibt, hat noch zwei weitere
Tage Hotel und Essen zu berappen sowie das Ticket zum Festival.
Auf meiner
Homepage sind nun einige Berichte zu lesen von diesen Gegenden und vor allem
Fotos zu sehen vom ersten Teil der Wanderreise. Vom Kameltrekking am Meer
entlang müsste ich die Fotos erst suchen und einscannen – das hab ich nicht
mehr geschafft. Meine Bilder sind im Kopf, ich kann sie nur erzählen:
bepackte Kamele ziehen dahin vor dem Hintergrund des Meeres, sehr
ungewöhnliches Bild. Ein Lagerplatz neben Dünen, gleich daneben das Wasser,
ein Feuer brennt. Die Sicht von einer Steilküste einerseits ins Land zu
einem Dorf und andrerseits, viel spektakulärer, auf Meer.
Zum
Abschluß ein arabisches Sprichwort, das ich grad kürzlich gelesen habe:
wichtiger als die Wahl des Reiseziels ist die der Reisegefährten. Da haben
wirs wunderbar: tolle Ziele UND nette Leut…
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