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Es ist immer
wie eine kleine Geburt, bis ich mir sicher bin, dass eine Planung für eine
Tour stimmig ist – eine oft lange Weile geh ich damit umher und überlege.
Und plötzlich ist es vorbei: so passt es. Genau der Moment ist nun: die
Kambodscha – Planung ist geboren.
Datum: Freitag, 14. Jänner bis Montag früh, 31.1.2011
wieder in Europa
bei Verlängerung am Meer bis Samstag früh, 5.2. wieder in Europa
Ich habe
mich für Singapore Airlines entschieden. Erstens will ich einen langen
Langstreckenflug und nicht zwei Kurze wegen des Erholungseffektes im
Flugzeug, zweitens will ich wegen der derzeitigen politischen Lage nicht
Bangkok anfliegen, drittens soll der Retourflug für die Nicht-Badewilligen
ab Siem Reap sein – das spart doch einen halben Tag Retourfahrt von Siem
Reap nach Phnom Penh mit neuerlichem Hotelbezug dort. Wir fliegen also ab
österr. Flughäfen bzw ab Zürich nach München bzw fahren mit der Bahn an.
München – Singapur Abflug um 12.50 Uhr, sodaß wir bequem anreisen können. In
Singapur haben wir etliche Stunden Aufenthalt, was ich schön finde. Wir
fahren ab Flughafen mit einem öffentlichen Bus in die Stadt und lernen so
auch Singapur kennen. Um 17.50 Uhr kommen wir in Phnom Penh an und können
noch bequem das Hotel beziehen. Retour geht es von Siem Reap nach Singapur
ohne längeren Aufenthalt diesmal und weiter nach München, Ankunft 5.10 Uhr
morgens, Weiterflug oder Heimfahrt per Bahn – bzw manche von euch sind dann
ja schon daheim.
Badeverlängerung: Flug am Samstag früh, 29.1. von Siem Reap nach Phnom Penh
und gleich Weiterfahrt ans Meer! Retour am Freitag, 4.2. vom Strand direkt
zum Flughafen – Abflug ist um 18.20 Uhr abends. Ich werde dabei sein.
Nun folgt
die Ausschreibung nach Tagen – wie immer work in progress, es kann sich was
ändern.
Abflug 14.1.
Phnom Penh: Freitag, 15.1. spätnachmittags – Mittwoch früh, 19.1.
Battambang Mittwoch abend, 19.1. – Sonntag früh, 23.1.
Siem Reap (bei Angkor Wat) Sonntag abend, 23.1.- Samstag früh, 29.1.
(dann ans Meer) oder bis 30.1. (dann nach Europa)
Am Meer Samstag abend, 29.1. – Freitag früh, 4.2., dann Rückfahrt,
Heimflug
Freitag, 14.1.
Abflug München 12.50 Uhr
Samstag, 15.1. Ankunft Phnom Penh um 17.50 Uhr. Unser Hotel liegt
zentral und am Ufer des Flusses Tonlé Sap – wenn schon, denn schon!
Sonntag, 16.1. Wir beginnen mit einem Rundgang durch Phnom Penh. Los
geht´s am Hügel oben beim Tempel Wat Phnom durch die kleine Stadt vorbei an
einigen Sehenswürdigkeiten, bis wir beim Königspalast und der Silberpagode
ankommen – fünf Tonnen schimmerndes Silber als Bodenbelag! Im Königspalast
werden wir uns einige Zeit aufhalten – die Architektur, die Gärten, Ruhe und
Erholung. Keine Sorge, ich weiß: am Nachmittag muß ein Bummel auf einem der
bunten, lebendigen Märkte sein. Unbekanntes Obst probieren, Handwerkliches
einkaufen, Seidenstoffe bestaunen.
Am
Spätnachmittag gehen wir ins Nationalmuseum. Allein schon das großartige
Gebäude von 1920 mit Terrakottafassade ist einen Besuch wert. In vier
Pavillons mitten in einem schönen Garten finden sich exquisite Exponate
der Khmer-Kunst, vor allem Skulpturen aus vielen Jahrhunderten.
Montag, 17.1. Es geht raus aufs Land! Wir lernen das Landleben
kennen, wandern zur oder um die alte Königsstadt Udong. Udong war von Mitte
des 17. Jahrhunderts bis 1866 die Hauptstadt Kambodschas. Beherrschend ist
ein Hügel, am Fuße liegt die alte Stadt mit einigen Sehenswürdigkeiten.
Natürlich spazieren wir auch auf den Hügel - dort stehen schöne Stupas, und
man hat einen Rundblick nach allen Seiten. Retour geht es mit dem
öffentlichen Bus.
Angestrengt vom Wandern? Ein Happy Hour Cocktail im altehrwürdigen Hotel Le
Royal hilft. Mehr wollen wir uns dort nicht leisten. Das Hotel zählt zu den
großartigen asiatischen Hotelpalästen wie das Oriental in Bangkok und das
Raffles in Singapore, Erinnerungen an die „goldene“ Ära des Tourismus in
Kolonialzeit. Mutige fahren mit einer der Fahrradrikschas ins Hotel zurück.
Dienstag, 18.1.
Wir entscheiden, ob wir uns auch mit der dunklen Seite der Kambodschanischen
Geschichte im Tuol Sleng Museum konfrontieren. Dieses ehemalige Schulhaus
wurde nach der Machtergreifung Pol Pots in ein Konzentrationslager
umgewandelt. Tausende Menschen kamen hier ums Leben. Heute ist es ein
Mahnmal und Zeuge dieser traumatischen Zeit.
Ansonsten ist dies noch einmal ein Tag am Land. Ziel könnte das 40 km
entfernte Phnom Tamao Wildlife Sanctuary sein. Ich sag es lieber auf
Englisch, denn sonst müsste ich Zoo sagen, und das trifft es nicht. Es
handelt sich um ein 6.000 Hektar großes Gelände, durch das man mit dem Auto
fährt. Dort werden Tiere gehalten, die man Wilderern oder Tierhändlern
abgenommen hat. Dadurch hat die Anlage auch eine besondere Bedeutung, da es
sich um gerettete Tiere handelt. Sie werden wenn möglich auch wieder in die
Freiheit entlassen, nach Pflege oder einer Behandlung in der angeschlossenen
Tierklinik. Die Elefanten sind die Hauptattraktion, die ungehindert im
Gelände wandern. Weiters gibt es Tiger, Löwen, Leoparden und verschiedene
Arten von exotischen Vögeln, Affen, Krokodile, Störche und Pelikane.
Vielleicht gehen wir aber auch zu den über 100 Kunstschmieden im Dorf
Kampong Luong oder besuchen eines der Ausflugsziele der Einheimischen wie
Koki Beach und Kieng Svai, wo wir in Holzhütten über dem Wasser ruhend
beobachten können, ob sich Einheimische anders entspannen als wir...
Mi 19.1. Wir fahren durch eine beschauliche Gegend mit Reisfeldern
und Kokosnußpalmen zu unserem nächsten Übernachtungsort Battambang. Vorerst
jedoch geht es nach Kompong Chhnang. Hier besuchen wir per Boot eines der
berühmten schwimmenden Dörfer am Tonlé Sap See, vielleicht auch zwei, und
zwar die weniger besuchten. Sie haben alles, was ein Dorf auf Land auch hat,
Geschäfte, Schule, nur eben keinen festen Boden. Die Bewohner hier sind
Vietnamesen.
Hinter Kompong Chhnang ist es ein kurzer Abstecher ins ruhige Dorf Ondong
Rossey, berühmt für die Töpfereien. Wir werden sehen, ob wir dazu Zeit
haben. Denn es ist noch ein weiterer Stopp geplant in Pursat, ohnedies
wieder Zeit, sich die Füße zu vertreten. Hier spazieren wir am Flussufer
entlang zu den Werkstätten von Steinhauern, die mit Marmor arbeiten. Abends
kommen wir in Battambang an.
Do. 20.1.
Wir lernen in aller Ruhe Battambang kennen, eine Stadt mit Kolonialcharme.
Auch hier gibt es ein sehenswertes Museum, natürlich Märkte, Geschäfte und
ruhige Plätze am Fluß.
Fr. 21.1. Vormittags macht, wer will, einen Kochkurs. Zuerst
gemeinsam einkaufen auf dem Markt, dann wird gekocht und auch gemeinsam
gegessen. Vielleicht retten wir ja etwas von der tollen Küche in unser
Alltagsleben!
Am Nachmittag nehmen wir ein motorisiertes Tuktuk-Taxi raus aus der Stadt,
wandern nach Phnom Sampeau. Hier geht es rauf auf den Hügel, um die schöne
Aussicht zu genießen, inmitten von neuen und alten Tempeln.
Sa 22.1. Ausflug nach Kamping Poy, um einen der hier 8 km langen
Dämme der Roten Khmer zu besichtigen. Er war Teil eines Bewässerungssystems,
aber es gibt dazu auch andere Theorien. Der See ist ein beliebtes
Ausflugsziel bei Einheimischen, mit geführten Ruderbooten für eine Tour aufs
Wasser hinaus. Vielleicht besuchen wir auch lieber Phnom Banan mit seinen
358 Stufen den Hügel hinauf und den fünf Türmen.
So 23.1. Es geht weiter nach Siem Reap. Ich würde ja diese Fahrt
gerne mit dem Schnellboot machen, diese Fahrt ist wundervoll (anders als die
Bootsfahrt von Phnom Penh nach Battambang, die sehr lange dauert und eher
langweilig ist). Allerdings reisen wir ja in der Trockenzeit, und da müssen
wir sehen, wie die Wassersituation ist. Wir entscheiden das vor Ort.
Mo. 24.1. Ich habe es fest versprochen: wir sind fünf volle Tage in
Siem Reap! Hier kommt die Eile bei mancher Reiseplanung besonders nachteilig
zum Tragen. Man hat nichts von der wunderschönen Kombination aus Landschaft
und alten Tempeln in Angkor, wenn man die Tempel per Auto im Zehnerpack an
einem Tag besichtigt. Man kann dann einen Tempel-burnout erleiden, so wie
man von Europareisen den Kirchen-Überdruß kennt. Es wird uns nicht schwer
fallen, hier zu verweilen. Siem Reap entwickelt sich nun schnell, ist aber
immer noch angenehm überschaubar, hat schattige Straßen und einen gemächlich
dahinziehenden Fluß. Dennoch wohnen wir etwas außerhalb, in einer
Gartenanlage mit Pool, wo man auch gerne einmal ausspannt, sich vielleicht
eine Massage gönnt, Pause macht. Kein Problem, weiter zu kommen, Tuktuks für
eine billige Fahrt sind überall.
Am ersten Tag werden wir wohl mit dem Bezirk Bayon beginnen, zurückstarren
in die steinernen Gesichter. Wer will, spart seine Kraft und reitet auf
einem Elefanten.
Die 25.1. Zweiter Tag Tempelausflug. Wir werden Fahrräder mieten und
uns wie so viele Einheimische per Rad bewegen. Da es kaum Steigungen gibt
und wir in keinen Stadtverkehr kommen, ist dieses Fortbewegungsmittel für
uns ideal.
Mi 26.1. Dritter Tag rund um Tempel und schöne Landschaft. Vielleicht
kommt heute Angkor Wat dran? Denn wir sollten mit diesem Höhepunkt nicht
gleich am ersten Tag beginnen. Die genaue Planung, was wir wann und wie
machen könnten, machen wir vor Ort. Ich bringe Vorschläge mit, und die
stimmen wir ab auf unsere Wünsche. Da wir wohl mit mir 11 Personen sein
werden, können wir auch unterschiedliche Planungen machen und uns zB zum
Abendessen wieder treffen. À propos Abendessen: man muß nicht immer retour
fahren von den Tempelgebieten zum Essen, es gibt dort genug Angebote.
Do 27.1. Vierter Ausflug. Vielleicht gehts diesmal etwas weiter
auswärts zum überwachsenen Tempel von Beng Mealea.
Fr. 28.1. Fünfter Ausflugstag. Es gibt so viele Ziele, dass wir auch
mit fünf Tagen sehr auswählen müssen. Vielleicht ist aber auch eine
Tempel-Pause angesagt, und wir wandern ins nächste, ganz unspektakuläre
Dorf.
Sa. 29.1. Flug nach Phnom Penh morgens und Weiterreise von jenen
einschließlich mir, die noch Tage am Meer haben. Die anderen haben einen
„Ruhetag“, wie man im klassischen Tourismusdeutsch sagt. Denn an diesem Tag
gab es keinen vernünftigen Rückflug. Ich denke, ein Glück. Zeit, um zum
Lieblingstempel zurückzukehren, mit einem Picknick-Paket vielleicht. Zeit,
um Abschied zu nehmen. Vielleicht wollen aber auch noch Souvenirs gekauft
werden? Einige ruhige Stunden auf einer Terrasse mit Blick aufs Leben? Oder
doch selbst mitten hinein? Wie auch immer, Möglichkeiten gibt es genug.
So 30.1. Flug nach Singapur und gleich weiter nach München (Wien
etc), Ankunft am Montag morgen, 31.1. ODER
Urlaub am Meer von Samstag abend, 29.1. – Freitag früh, 4.2. Fahrt nach
Phnom Penh, Rückflug wie oben, Ankunft 5.2. morgens.
Und was
kostet das?
18 Tage ca. 2.400€ Flug, Begleitung Inge Sohm, Hotel Doppelzimmer,
Essen, Eintritte, Fahrten
23 Tage ca 2.700€
Flüge: derzeit knapp 1000€ ab München – Singapur – Phnom
Penh, retour von Siem Reap oder bei Verlängerung am Meer von Phnom Penh –
Singapur – München (Flüge ab/nach österreichischen Flughäfen nach München um
einige wenige Euro Aufpreis, Flüge ab/nach Zürich nach München um ca 190€
Aufpreis)
Begleitung Inge Sohm: 770€ plus 45€ bei Verlängerung. Davon bezahle
ich ua. meine eigenen Reisekosten bis auf gemeinsame Autokosten vor Ort, die
auf die Mitreisenden aufgeteilt werden.
Hotelkosten: in Siem Reap 42€/Tag zu zweit im Doppelzimmer mit
Frühstück(hier ein bisschen Luxus…), sonst ca 30 Euro/Tag zu zweit. Im
Doppelzimmer also unter 300€/Person, Verlängerung 100€/Person (Einzelzimmer
doppelter Preis)
Essen: pro Tag 10€, also 160€ bzw. 210€ - man kann auch deutlich
billiger essen.
Eintritt Wochenkarte Angkor Wat (Lichtbild mitnehmen!) 50€
Transport, Taxis, Eintritte 120€, gesamt 2.400€,
Verlängerung plus 300€ incl Flug 70€ derzeit
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