Borneo. Besteigung des Mount Kinabalu.


 

Bei Bergsteigern sei er bekannt, habe ich mir sagen lassen, der höchste Berg in Südostasien, 4101 Meter hoch. Man startet bei ca. 1800 Höhenmetern. Der Aufstieg ist bis auf die zurückzulegenden großen Distanzen und später die Höhe nicht schwierig, denn ein guter Weg und viele Stufen erleichtern es, daß man sich nur aufs Schauen konzentrieren kann. Wir haben den Berg in zwei Tagen bestiegen, aber es wäre besser, sich mehr Zeit zu nehmen.
Das bergsteigerische Erlebnis hat mich im Gegensatz zu anderen weniger gereizt. Ich habe mich darauf gefreut, in kurzer Zeit durch eine ganze Reihe von Vegetationszonen zu kommen, mit einer Flora und Fauna, die weltweit nirgendwo anders zu finden ist. Das war auch wirklich spannend. Ich hatte den Eindruck, durch einen riesigen botanischen Garten zu gehen mit ausgeklügelter, abwechslungsreicher Bepflanzung und wechselnden Themen. Dass ich dabei auch ständig gegangen bin, war eigentlich Nebensache, so fasziniert war ich. Zum Schutz der teilweise nur hier existierenden Pflanzen - Kannenpflanzen, Orchideen...  - darf das Schutzgebiet nur mit einem registrierten Bergführer begangen werden, und es ist verboten, die Wege zu verlassen.
Zuerst jedoch verbringen wir nach der Anreise von Kota Kinabalu den restlichen Tag beim Park Headquarter. Schöne Spaziergänge und die Besichtigung  einer Ausstellung und des schönen Mount Garden bieten sich an.
Am nächsten Morgen beginnt der Aufstieg. Unterschiedlichste Farne, Baumriesen, 25 Rhododendronarten, Rattan, Orchideen, Butterblumen, Veilchen, fleischfressende Kannenpflanzen, Moose gedeihen innerhalb ihrer Vegetationszone, daher wechselt das Bild ständig. Zuerst kommt man durch den Berg-Eichenwald, ein Thema für sich. Dann folgt der Moos- oder Wolkenwald. Die knorrigen Baumäste sind hier mit Moosen, Farnen, Orchideen überwuchert, dazu orangefarbene Rhododendron. Ab 2100 m wird es steiler, man lässt die Baumriesen hinter sich. Der Grat verbreitert sich, und schließlich geht es wieder bergab in den Nebelwald, der tatsächlich im Nebel liegt, eine ganz eigene Atmosphäre herrscht. Es ist die Heimat der hier wohl berühmtesten Pflanzen, fleischfressender Kannenpflanzen. Schließlich geht es wieder bergauf durch einen Bambuswald, man befindet sich nun in etwa 2600m Höhe. Wilde Himbeeren gibt es hier, und die Rhododendron haben lachsfarbene Blüten. Es folgt eine steile Felsenformation, und wiederum bietet sich ein ganz anderes Bild: Pinien erscheinen, andere Kannenpflanzen, Teebäume. Durch eine Schlucht geht es weiter bergauf, die Vegetation wird niedrig. Nach 3300m erreicht man die Baumgrenze, hier ist das Rasthaus.
Es scheiden sich die Geister, wie es nun weitergehen soll. Nahezu alle Bergsteiger übernachten hier und stehen frühmorgens uns zwei Uhr auf, um vom Gipfel aus den Sonnenaufgang zu erleben. Wir haben die andere Variante gewählt und sind nach Essen und Pause weitergegangen. Unser Ziel war es, den Sonnenuntergang von ganz oben zu sehen. Ich schlage jedoch vor, den Sonnenaufgang anzupeilen und nach der Rückkehr nochmals im Rasthaus zu übernachten.

Es scheiden sich die Geister, wie es nun weitergehen soll. Nahezu alle Bergsteiger übernachten hier und stehen frühmorgens uns zwei Uhr auf, um vom Gipfel aus den Sonnenaufgang zu erleben. Wir haben die andere Variante gewählt und sind nach Essen und Pause weitergegangen. Unser Ziel war es, den Sonnenuntergang von ganz oben zu sehen. Ich schlage jedoch vor, den Sonnenaufgang anzupeilen und nach der Rückkehr nochmals im Rasthaus zu übernachten.

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