| Von Marrakesch bis in die Wüste. |
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Montag:
wir wandern
ca. eineinhalb Stunden lang in ein abgelegenes Berberdorf und besuchen Omar.
Er begleitet mich als einer der Muliführer bei Mulitrekkings. Wir trinken
vorerst Tee bei ihm. Vielleicht gibt es auch ein traditionelles Essen dazu:
frischgebackenes Brot aus dem Lehmofen, serviert auf einem tiefen Teller und
mit flüssiger Butter und Honig übergossen. Dazu werden Walnüsse gereicht,
die in jener Gegend gut gedeihen.
Andere Möglichkeit oder auch extra buchbar unter der Leitung von
Lahcen (ab 1 Woche gesamt): Wir beginnen ein drei- oder mehrtägiges
Mulitrekking von Berberdorf zu Berberdorf. Lahcen begleitet uns. Omar und
ein Kollege sind unsere Muliführer. Wir können unbelastet von Gepäck die
Tour genießen. In der Früh werden noch frische Lebensmittel eingekauft, wir
sehen beim Beladen der Mulis zu, und los geht´s.
Dienstag,
Mittwoch:
wir fahren zu einem kleinen Hotel am Rande eines Berberdorfes. Hier
verbringen wir zwei Nächte. In dieser wunderschönen Landschaft im
Atlasgebirge steht eine der schönsten Lehmburgen (Kasbahs), die ich kenne.
Ich habe mich im Jahr 2001 sehr gefreut, als wir hier erstmals in einem
Hotel – neuerbaute - wohnen konnten. Es sieht hübsch aus, ist im Kasbahstil
erbaut, aber das beste ist die Terrasse mit dem wunderbaren Blick auf die
Kasbah. Hier bei Sonnenuntergang sitzen, mit dieser grandiosen Kulisse, die
sich im wechselnden Licht immer wieder anders zeigt, was will man mehr...
Abends habe ich im Hotel bereits mehrere spontane Feste miterlebt, Leute aus
dem Dorf kamen, es wurde musiziert und getanzt. Natürlich besichtigen wir die Kasbah. Sie ist leider im Verfall begriffen, aber man sieht noch die prächtige Innenausstattung: Gipsstukkaturen, geschnitzte und bemalte Decken, schmiedeeiserne Fenstergitter, wunderschöne Fliesen. Von der Kasbah aus haben die mächtigen Stammesfürsten der Glaoui lange Zeit den Handelsweg über das Atlasgebirge kontrolliert. |