| Atlasgebirge und Oasen per Rad. |
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Am Sonntag
erwartet uns Mahjoub im Flughafen
Marrakesch. Ich kenne ihn und seine ganze Familie inzwischen sehr
gut. Sie wohnen in Südmarokko, und er hat mit großem Mut den Landrover
gekauft. Er ist verantwortlich für seine gehunfähige Mutter und seine drei
erwachsenen Schwestern und wird dabei unterstützt von seinem jüngeren
Bruder. Unsere erste kurze Fahrt mit den Landrovern führt uns an den
berühmten Stadtmauern von Marrakesch entlang ins Hotel. Mehr noch als der
sehr schöne Innenhof des Hotels überzeugt die hervorragende Lage des Hotels
in Gehdistanz zum Platz Djermaa El Fna.Der Er wird uns rasch in seinen Bann
ziehen und uns nicht daran zweifeln lassen, dass wir uns im Orient befinden.
Um Gaukler, Märchenerzähler, Artisten, verschleierte Frauen mit Materialien
für Hennabemalung, um Musikanten und Heiler bilden sich größere oder
kleinere Kreise von Interessierten, und es überrascht beinahe, dass wir
Touristen hier nicht in der Überzahl sind. „La Place“ war und ist ein
Unterhaltungsforum für die einheimische Bevölkerung. Wenn die
Schlangen-beschwörer bei Sonnenuntergang den Platz verlassen, werden täglich
die vielen Garküchen aufgestellt und spät in der Nacht wieder abgebaut -
beides bereits ein Schauspiel für sich. Sie bieten von Suppen bis gekochten
Lammkopf alles mögliche. Und in einer Ecke finden wir einige Tische mit
gutem heißen Gewürztee, der beinahe scharf schmeckt, und einer nicht so
guten Süßigkeit. Dennoch probiere ich sie jedes Mal wieder, denn sie schaut
aus wie... Nun ja, Sie werden sehen. Natürlich muss irgendwann auch frisch
gepresster Orangensaft getrunken werden – gehören die Buden mit den hoch
aufgehäuften Orangenbergen, die am Rand des Platzes in einer Reihe stehen,
doch zum typischen Bild. Gleich daneben kann man sich endlich mit den
herrlichen Datteln erster Qualität eindecken oder auch mit getrockneten
Marillen, einer Anzahl von Nüssen oder... |