Auf in die Wüste! Marokko mit einheimischer Begleitung.

 

Landwirtschaft ist nicht mehr möglich wegen des reinen Sandbodens. Früher hatten viele Familien, auch seine ein Einkommen über die Dattelpalmen. Seit dem Bau eines Staudammes in Quarzazate fließt nicht mehr ausreichend Wasser bis M´hamid, und die Früchte der Dattelpalmen vertrocknen.
Sie werden erleben, dass Wüste hier wie auch sonst nicht „nur“ aus Sand besteht, sondern zu einem großen Teil Steinwüste ist. Sie werden erleben, dass die Landschaft sich ständig ändert auf der Route - langsam zwar, aber doch. Das schärft den Blick. Und Sie werden vielleicht auch erleben, dass wir uns selbst in plötzlich anderer Relation sehen. Das Denken löst sich auf, das „Sein beginnt“, und das ist es wohl, was manche als Glücksgefühl beschreiben.

Nun aber zu einem möglichen Ablauf Ihres Urlaubes:

Samstag: Ankunft meist abends am Flughafen Quarzazate. Mouloud holt Sie auf Wunsch ab. Hotel.
Sonntag: Fahrt mit Taxi, Sammeltaxi, Bus oder Landrover durch das wunderschöne Draa-Tal mit den vielen Flußoasen und Lehmburgen nach M´Hamid. Gesamtfahrzeit bis 5 Stunden. Besichtigungen zB des alten Töpferdorfes Tamegroute oder Wanderung nach Wunsch.
Montag: die Wüste genießen! Vorschlag: Wanderung mit Mouloud zum Wochenmarkt von M´Hamid, ein Erlebnis für sich! Besuch und Tee bei den Schwestern und der Mutter von Mouloud im Dorf.
Dienstag, Dienstag, Mittwoch: Beginn des Kameltrekkings. Es ist möglich, zu Fuß zu gehen, auf einem Kamel zu reiten oder abzuwechseln. Mittags machen Sie eine lange Pause im Schatten, abends lagern Sie zwischen Dünen. Es entwickelt sich rasch zum Ritual, zuerst Brennmaterial zu sammeln (das es in dieser Gegend dank weniger Touristen ausreichend gibt), dann genießen Sie von einer Düne aus den Sonnenuntergang und sehen schließlich beim Kochen auf offenem Feuer zu - wissen Sie übrigens, wie das geht? Das Essen wird frisch zubereitet. Das ist nicht selbstverständlich: manche Wüstenbegeisterte kennen nur Gaskocher, auf denen vorgekochtes Essen erwärmt wird. Nach dem Essen gibt es den zeremoniellen Tee, und schließlich sitzt man noch am Lagerfeuer zusammen, redet, schweigt, hört zu, wie Mouloud und Ali trommeln und aus wirklich voller Kehle uralte Nomadenlieder singen. Das ist keine Show nur für Touristen: ich habe noch nie eine Gitarre oder Trommel gesehen, die so oft zur Hand genommen wird wie in den Wohnzelten: während das Essen kocht, nach dem Tierefüttern, beim Teetrinken und noch 20 mal am Tag. Das Lagerfeuer brennt, bis man sich müde zurücksinken lässt. Dann begreift man den Begriff „Sternenzelt“: über uns sind unzählige Sterne verteilt in Form einer riesigen Kuppel, die rundum bis zum Boden reicht. Mittwoch nachmittag kehrt man wieder zu den Zelten zurück.
Donnerstag: Noch ein Tag in M´Hamid. Sie können in den vier kleinen Touristenläden ein bisschen shoppen, einen Spaziergang zum Palmengürtel machen oder eine Wanderung ins alte Dorf M´Hamid mit den alten, hohen Lehmhäusern. Dort kehren Sie bei einer befreundeten Familie zum Tee ein.
Freitag: Rückfahrt nach Quarzazate mit Taxi, Sammeltaxi, Bus oder Landrover. Auf der Strecke zb Besichtigung eines kleinen Heimatmuseums oder Wanderung nach Wunsch. Besuch des Marktes von Quarzazate in der Nähe des Hotels oder des alten jüdischen Viertels nahe der Lehmburg - mit vielen Geschäften nebenan...Oder Sie fahren zum berühmten Lehmdorf Ait Benhaddou (eine gute halbe Stunde) und genießen dort den Sonnenuntergang - bei Rückflugmöglichkeit erst am Sonntag kann man das alles erleben.
Samstag oder Sonntag: Rückflug vom Sand zu den Wiesen. Oder je nach individueller Planung Weiterfahrt nach Marrakesch (dort können Sie Ihre Tour natürlich auch beginnen). Oder Fahrt in ein Berberdorf mit Wanderungen dort. Dann Rückflug zB am oder Dienstag oder Donnerstag oder Samstag. Klingt doch gut, oder?

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