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4.4. - 13.4.2008: in und um Dhulikel
Am 4.4. geht es nach Dhulikel,
nur 30 km von
Kathmandu entfernt, hervorragend geeignet als Stützpunkt im Kathmandu-Tal.
Das Gebiet mit seiner ländlichen Umgebung eignet
sich für eine ganze Reihe schöner Wanderungen, zB zu einer alten Tempelstadt oder einem
abgelegenen buddhistischen Kloster - die Klänge dort höre ich noch heute.
Hier traf ich einen alten Mönch, der sich an seine zwei
übereinandergesetzten Brillen gewöhnt zu haben schien. Für längere
Wanderungen nehmen wir uns vor Ort einen einheimischen Begleiter. Auch als
Ausgangspunkt für Ausflugsfahrten
eignet sich Dhulikel, zB Richtung Norden (Rhododendronblüte im März und
April !!!)
oder Richtung Süden (Godavari – botanischer Garten). Wie auch immer: ins
wunderschöne alte Dorf Panauti werden wir wandern, nach
Namobuddha, nach Nala, Tamang
oder Nagarkot. Es ist auch wirklich „relaxing“, nur im Garten unserer Lodge zu sitzen und die Berge zu bewundern oder
"ziellos"
in der Gegend herumzustreifen.
- Besichtigung von Dhulikel: Dhulikel ist eine kleine, alte Newar-Stadt, deren früherer Reichtum
heute noch sichtbar ist. Man hat eher den Eindruck, in einem Dorf zu sein,
und ist immer wieder erstaunt über die hohen, prächtigen Bürgerhäuser im
Zentrum, reich verziert mit Holzschnitzereien. Hier kann man lange
herumwandern und Häuser, Plätze, Tempel bewundern.
Neben diesen
architektonischen Juwelen ist das besondere an Dhulikel seine Lage. Es
eröffnet sich ein unvergleichliches Panorama, man sieht das Gebiet des
Langtang, des Helambu und bis zum Makalu, ein langes Gebirgsband des
Himalaya, besonders
am Morgen zum Greifen nah. Eineinhalb Kilometer außerhalb des Dorfes liegt
auf einem Hügel der Kali Tempel, ein Platz mit besonders schöner Aussicht.
In Dhulikel gibt es auch seit einigen Jahren eine
Besonderheit, ein Krankenhaus, gebaut und eingerichtet über österreichische
Privatinitiative. Der überaus engagierte leitende nepalesische Arzt Ram
Shresta wurde in
Österreich ausgebildet. Die Bevölkerung hat viel an Eigenleistung
beigetragen, so auch die nötigen Grundstücke gespendet. Ich durfte vor über
10 Jahren bei der Eröffnung dabei sein. Ich sah, wie ein
Mann mit späterer Diagnose Hirnhautentzündung die letzte Strecke per Auto
gebracht wurde - zuvor hatte ihn seine Familie in einem Dreitagesmarsch aus
den Bergen heruntergetragen. Wer will, kann das Krankenhaus besichtigen. Ich
würde mich auch freuen, Andrea wieder zu treffen, die österreichische Frau
von Ram.
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Tagesausflug nach Bhaktapur: Nach der
vorwiegend buddhistischen Stadt Patan besuchen wir mit dem nahegelegenen Bhaktapur eine
vorwiegend hinduistische Stadt, die drittgrößte im Kathmandu-Tal. Mit deutscher Hilfe wurde versucht, das historische Stadtbild zu
erhalten, und man sieht sich wirklich in einer anderen Zeit in dieser nahezu
intakten mittelalterlichen Stadt. Plätze prägen das Stadtbild, am
berühmtesten wohl der Durbar Square mit dem alten Königspalast und der
großen Tempelanlage. In Bhaktapur kann man viel Zeit verbringen, mit
Besichtigungen und indem man einfach herumwandert, vorbei an den zahllosen
kleinen Tempeln und Schreinen und den bunten Bildern nepalesischen
Alltagslebens.
- Auf Wunsch Himalaya-Rundflug: hab ich noch nie gemacht, soll
aber sehr beeindruckend sein.
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Wanderung von Dhulikel nach Namobuddha: zuerst kommen wir zum
Aussichtspunkt beim Kali Tempel, dann geht ca. eine halbe Stunde lang etwas
bergab zum Dorf Kavre. Von hier geht es weiter zum Dorf Phulbari,
Teepause... Nach ca. drei Stunden 'Wanderung sehen wir ein tibetisches
Kloster auf einem Hügel und die Stupa Namobudha direkt darunter. Hier ist
ein wichtiges Ziel für Tibetische Pilger, und dementsprechend gibt es auch
eine ganze Reihe von Möglichkeiten, um zu essen und Pause zu machen. Dann
lassen wir uns auch die Legende von Budha und dem Tiger erzählen. Dann
müssen wir noch unbedingt die 10 Minuten zum großen Kloster hinaufgehen.
Diese Wegstrecke dauert ungefähr drei Stunden Gehzeit
Retour gehen wir wahrscheinlich , wenn unser Wanderguide uns so führt, einen
anderen Weg über Sanku und Batase, oder wir kommen ein andermal hierher.
Sankhu war einmal ein wichtiger Posten an der Handelsstrasse zwischen
Kathmandu und Lhasa, und man sieht immer noch den alten Reichtum. Der
wichtigste Grund hierherzukommen ist jedoch der Vajrayogini Tempel, über dem
Tal, umgeben von alten Bäumen, in denen sich Affen wohlfühlen, ein Ort der
Ruhe. Kein Wunder, dass man ruhig ist, wenn man ihn erreicht hat, denn der
Aufstieg über all die Stufen ist nicht ohne... Ab hier nehmen wir den Bus,
falls wir von Namobudha gekommen sind.
- Wanderung von Dhulikel nach Panauti: die kleine Stadt Panauti
war früher Knotenpunkt wichtiger Handelsrouten mit einem Königspalast als
Zentrum und sehr vielen Tempeln und Schreinen. Einige davon gehören zu den
ältesten Tempeln in Nepal. Der dreistöckige Shiva-Tempel im Zentrum wurde
beispielsweise 1294 erbaut. Heute ist es ruhig in Panauti. Mit
französischer Hilfe wurde vieles restauriert, und es ist schön, Zeit zu
haben, herumzuwandern und die Atmosphäre dieses früher wichtigen Ortes zu
spüren. Südöstlich bieten sich schöne Spaziergänge an zwischen
Terrassenfeldern, Hügeln, Dörfern. Wahrscheinlich bleiben wir so lange in
Panauti und Umgebung, daß wir mit dem Bus zurückfahren.
- Fahrt von Dhulikel zur tibetischen Grenze (ein Weg 83 km):
zuerst geht es hinunter ins Panchkhal-Tal, mit wunderbarem Blicken auf den
Himalaya. Über Dolalghat und Barabise geht es wieder hinauf nach Kodari,
dem Grenzort. Auf der Freundschaftsbrücke nach China wird
traditionellerweise ein Foto gemacht. Im März/April blühen die
Rhododendren - davon gibt es in Nepal über 30 Sorten , die teilweise
baumhoch werden. Diese Bilder sind mit unvergeßlich. Auch alle möglichen
anderen Pflanzen blühen um diese Zeit vor dem Monsun, ich erinnere mich an
unzählige Kugelprimeln und Orchideen.
- Wanderung von Dhulikel nach Nargakot: nach 4 km kommen wir nach
Banepa (ev. per Bus/Taxi). Auch Banepa war ein wichtiger
Handelsknotenpunkt. Es ist schön, in den Gassen herumzuwandern und die
vielen Tempel zu bewundern. Weiter geht es zu Fuß 3 km nach Nala (Baghwati
Tempel!) und dann nach Nargakot (ab Banepa 3,5 Stunden). Nagarkot hat als
Ort nicht viel zu bieten, ist nur dafür berühmt, gemeinsam mit Dhulikel
die schönsten Ausblicke auf die Himalaya - Gebirgskette zu bieten. Retour
auf Wunsch motorisiert. Möglicherweise machen wir es auch umgekehrt: hin
per Auto, retour zu Fuß. Man würde zwar glauben, daß geübte Wanderer beide
Strecken zu Fuß schaffen. Dabei vergißt man aber, dass es auf der Strecke
so viel zu sehen gibt. Es ist schön, Zeit zu haben und die Energie dafür
zu verwenden.
- Erkunden der näheren Umgebung von Dhulikel: Gern bin ich
einfach drauflosgegangen und habe die nähere Umgebung von Dhulikel
erkundet, ohne besonderes Ziel, ohne einheimischen Begleiter. So bekommt
man einiges mit vom Leben dort und von der Arbeitswelt. Und Zeit haben,
irgendwo sitzen zu bleiben und zuzuschauen!
- Fahrt südlich nach Godavari zum botanischen Garten: diese Tour
habe ich noch nie gemacht, sie soll aber sehr schön sein. Wir besprechen
vor Ort, wer was machen will. Ich hoffe, in zwischen ist auch klar
geworden: neun Tage in und um Dhulikel sind nicht zu viel, sondern
eigentlich immer noch zu wenig... Man kann hier so viel unternehmen, ich
hab noch gar nicht alles aufgezählt.
13.4.2008: Fahrt nach Kathmandu. Abschied an den Plätzen, die uns
beim Ankommen am besten gefallen haben. Ev. machen wir auch noch einen
Ausflug in die nähere Umgebung, wenn wir beim Ankommen nicht alle vorher
erwähnten Besichtigungen "geschafft" haben.
14.4.2008: Heimreise
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